
Auch wenn viele Menschen versuchen nicht auf das Äußere zu achten und sagen, dass nur die inneren Werte zählen, können wir nicht vermeiden, dass das Aussehen der Menschen, die wir alltäglich treffen, Einfluss darauf haben, was wir über sie denken. Außerdem denken viele, dass ein attraktives Äußeres und ein gewisses Maß an Selbstbewusstsein, eine Garantie für ein erfolgreiches Leben sind. Genau das Gegenteil war jedoch bei José Antonio der Fall, der in Spanien auf der Straße lebte und dessen Leben sich komplett änderte, als sein Aussehen in nur wenigen Stunden verändert wurde. Wir laden dich ein, ihn auf seiner Umwandlung zu begleiten!
Ein hartes Leben

Auch wenn das nicht so sein sollte, gibt es auch in europäischen Ländern noch viele Menschen, die auf der Straße leben, da sie selbstentscheidend oder auch nicht, ein sicheres Dach über dem Kopf verlieren und bei Wind und Wetter auf der Straße einen Unterschlupf suchen. Auch José Antonio traf dieses Schicksal, als er mit Depressionen zu kämpfen hatte und irgendwann sein Zuhause verlor und als Obdachloser lange 25 Jahre auf den Balearen, genauer gesagt auf Mallorca, auf der Straße zuhause war. Dort suchte er manchmal Unterschlupf in Obdachlosenheimen, doch meist musste er Tag und Nacht unter freiem Himmel verbringen. Der Alltag stellte sich meist als sehr hart heraus und José Antonio musste ständig ums Überleben kämpfen.
Ein normaler Arbeiter

Er war zuvor jedoch ein ganz normaler Arbeiter, wie viele es sind. Er arbeitete als Elektriker, hatte sein Zuhause und war in der Gesellschaft als Handwerker angesehen und auch wenn er immer genug Arbeit hatte, gab es einen Moment in seinem Leben als das Geld plötzlich knapp wurde und er trotz Arbeit finanzielle Schwierigkeiten bekam. Ob er schlechte finanzielle Entscheidungen getroffen hat oder unter der allgemeinen Krise litt, wissen wir nicht. Die ganze Situation wurde jedoch nur noch schlimmer, als er immer stärkere Depressionen bekam, die dazu führten, dass er nicht mehr normal arbeiten konnte.
Der Schritt auf die Straße

Krank, ohne Arbeit und mit vielen Schulden verlor José Antonio sein Zuhause und ihm blieb nichts anderes übrig als sein Zuhause auf der Straße zu suchen. Tatsächlich gewöhnte er sich schnell an das Leben auf der Straße und fand sich mit seiner Situation ab. Auch die Menschen um ihn herum, die ihn schon vorher gekannt hatten, lernten ihn nun als Obdachlosen neu kennen und gewöhnten sich nun daran ihn ständig auf der Straße anzutreffen. Tatsächlich wurde er so etwas wie eine Berühmtheit in der mallorquinischen Hauptstadt und war als „Josete“ bekannt.
Zwischen jobben und betteln

Josete, wie die Leute ihn nun nannten, war gerade einmal 30 Jahre alt, als er obdachlos wurde und auch wenn er nun auf der Straße lebte, war er nicht wie andere Obdachlose, die nur bettelten. Er konnte immer wieder mal einen Job ergattern und sich damit sein eigenes Essen verdienen. So arbeitete er zum Beispiel als Parkwächter und in anderen Gelegenheitsjobs. Auch wenn das Einkommen nicht für ein eigenes Zuhause reichte, konnte er dennoch damit auf der Straße überleben. Nichtsdestotrotz waren seine Lebensbedingungen schrecklich, doch irgendwie hatte er sich mit der Zeit daran gewöhnt.
Der Schein trügt

25 lange Jahre auf der Straße haben seinen Tribut gefordert und Josete konnte man nicht ansehen, dass er erst 55 Jahre alt war. Die menschenunwürdigen Lebensbedingungen, unter denen die Obdachlosen auf Mallorca leben, sowie der alltägliche Stress ums Überleben kämpfen zu müssen, ließen ihn um einige Jahre älter aussehen. Die Einheimischen kannten ihn sehr gut und schätzten ihn auch, so wie Salva Garcia, eine mallorquinische Frau, die ihm helfen wollte und eines Tages mit einem etwas überraschenden Angebot zu ihm kam. Keiner hätte gedacht, am wenigsten Josete, dass sie sein Leben auf den Kopf stellen würde.
Ein Rettungsring

Salva Garcia war die Besitzerin eines Friseursalons ganz in der Nähe der Gegend, wo Josete sich schon seit Jahren aufhielt. Sie kannte ihn gut und traf ihn auch täglich. So kam sie auf die Idee ihm nicht nur ein großzügiges Angebot zu machen, sondern selbst auch ein Experiment durchzuführen. Sie hatte die Hoffnung, mit einem neuen Look, sein komplettes Leben zu verändern und wollte dies nicht unversucht lassen. Damit würde sie beweisen, wie wichtig das Aussehen für ein erfolgreiches Leben ist. Natürlich würde ihn das Ganze keinen Cent kosten, doch könnte dieses Experiment ein Rettungsring in seiner Situation darstellen.
Ein Glücksmoment

Als Josete hörte, um was es sich bei dem Angebot von Salva handelte, war er begeistert und das Glück überströmte ihn. Er hätte nie im Leben solch ein Angebot erwartet und war sehr dankbar, dass es eine Frau gab, die ihm in seiner schwierigen Situation die Hand ausstreckte, um ihm eine Chance zu geben, sein Aussehen und damit zu ändern, wie er von allermann angesehen wurde. Er hatte nun endlich die Chance auf einen Neuanfang. Vielleicht war es mit einem neuen Aussehen sogar möglich, endlich wieder einen sicheren und festen Arbeitsplatz zu bekommen.
Erste Zweifel

Auch wenn Josete zunächst begeistert war von Salvas Idee, kamen ihm plötzlich Zweifel auf, als er den Friseursalon betrat. Nach so vielen Jahren auf der Straße fühlte er sich in diesem schicken und sauberen Ort eindeutig fehl am Platz und hatte große Lust direkt wieder umzudrehen und auf die Straße zu rennen. Als er jedoch in den Spiegel blickte und sein faltiges Gesicht, den zerzausten Bart und die schmutzigen Haare sah, wusste er, dass es Zeit für eine Veränderung war. Er konnte diese Gelegenheit, die sich ihm nach 25 Jahren Obdachlosigkeit bot, nun nicht verpassen.
Die Transformation

Die gute Samaritanerin und Friseurin Salva machte sich mit ihrem Team an die Arbeit. Es würde ein langer und aufwendiger Prozess sein. Natürlich hatte all das nicht nur einen sozialen Zweck, sondern würde ihrem Friseursalon auch als Marketing dienen. Dafür waren Vorher-Nachher Bilder geplant und sogar ein Filmproduktionsunternehmen, das „Dr. Filmgood“ heißt, wurde beauftragt, das die ganze Umwandlung mit der Kamera begleiten sollte. Dies sollte aber erst 18 Monate später in die sozialen Medien gestellt werden und die Dokumentation über Josetes großartige Veränderung lief in kürzester Zeit um den ganzen Globus.
Ein Hoffnungsschimmer

Nach einem Viertel Jahrhundert auf der Straße konnte Josete sich auch kaum mehr an sein früheres Aussehen erinnern und dass er mit 30 eigentlich ein sehr attraktiver Mann war, als er durch seine finanziellen Schwierigkeiten und seine Depressionen plötzlich auf der Straße gelandet war. Er hatte nun auch keine Ahnung, wie er mit 55 tatsächlich aussah, da sein Gesicht von langen Haaren und einem schmutzigen Bart bedeckt war. Er hatte dennoch nun die Hoffnung, dass Salva Wunder bewirken würde und er wieder ein ansehnliches Aussehen bekommen könnte. Damit würde sein ganzes Leben einen Umschwung nehmen.
Ohne Spiegel

Die Transformation sollte ohne Spiegel stattfinden, um ein tatsächliches Wow-Erlebnis zu schaffen und den Vorher-Nachher Effekt voll auszunutzen. Josete bat Salva jedoch darum sich noch einmal im Spiegel betrachten zu dürfen. Er hatte sich schon jahrelang keine Gedanken mehr um sein Aussehen gemacht und hatte keine Ahnung, wie er wirklich gerade aussah. Er hoffte auf sein Potenzial, doch sah er in diesem Moment wirklich schrecklich aus. Dann wurden die Spiegel im Salon verhängt und die Transformation sollte beginnen. Es wurden jedoch nicht nur seine Haare und sein Bart geschnitten, sondern auch seine Kleidung wurde komplett erneuert und machten ihn zu einem rundum erneuerten Mann.
Andere Männer in derselbe Situation

Nachdem Josete sein Leben durch eine einfache Transformation umkrempeln konnte, möchten wir noch ein paar andere ähnliche Lebensgeschichten vorstellen, da viele Menschen von der Obdachlosigkeit getroffen werden können, bei denen man sich nicht vorstellt, dass sie so tief sinken können. Wie zum Beispiel Donald Gould, ein amerikanischer Ex-Marine, der in seinen 50er Jahren schon 7 Jahre lang auf der Straße gelebt hatte, als er dank einer ähnlichen Transformation plötzlich sein Leben umkrempeln konnte. Er sah genau wie Josete aus und keiner würde denken, dass unter seinem wilden und ungepflegten Aussehen nicht nur ein Ex-Marine, sondern auch ein talentierter Musiker steckte.
Schicksalsschläge

Viele obdachlose Menschen gelangen in diese schwierige Situation, weil sie Schicksalsschläge erlitten haben, die sie so aus der Bahn werfen, dass sie nicht mehr die Möglichkeit haben, sich ein Dach über dem Kopf zu leisten und in vielen Fällen auch nicht mehr die Notwendigkeit sehen, ein eigenes Dach über dem Kopf und eigene 4 Wände zu haben. Sie lassen sich so gehen, sei es aufgrund psychischer Erkrankungen oder durch Sucht, dass sie irgendwann auf der Straße landen. Gould zum Beispiel verlor seine Frau 1998, ihm wurde das Sorgerecht seines Sohnes entzogen und rutschte so in eine Drogenabhängigkeit ab. Als er dann auf der Straße lebte, sah er selbst keinen Ausweg mehr.
Talentierter Klavierspieler

Auch wenn er sich in einer schwierigen Situation befand, entdeckte er eine Aktivität, die ihm wirklich Freude brachte. In Florida, wo er zu dieser Zeit lebte, gibt es an verschiedenen Standorten Klaviere auf der Straße, die von jedem gespielt werden können und da er selbst ein talentierter Klavierspieler war, fand er darin nicht nur eine ihm glückbringende Aktivität, sondern er konnte sich damit auch etwas Geld verdienen, das ihm die Leute, die sich an seiner Musik erfreuten, gaben. So zog er von Klavier zu Klavier und legte eine Mütze aus, die sich dank seiner tollen Musik immer schnell mit Trinkgeld füllte.
Der Drehpunkt in seinem Leben

Gould wurde quasi eine Berühmtheit auf den Straßen von Sarasota in Florida und wurde in dieser Zeit immer wieder von den Fußgängern gefilmt, die von seinem Talent begeistert waren. Ein Video auf YouTube, das von einem Touristen online gestellt worden war, machte ihn dann international berühmt und sogar im Fernsehen wurde sein Fall vorgestellt. Durch das plötzliche öffentliche Interesse erhielt Gould nicht nur Stellenangebote in Pianobars, sondern es wurde auch eine große Spendenaktion gestartet. Als „Inside Edition“ ihm schließlich eine äußerliche Verwandlung anbot, nutze er auch die Chance, durch eine Transformation sein Leben zu ändern.
Eine komplette Transformation

Mit dem Geld, das er durch die Spendenaktion erhalten hatte, kaufte sich Gould neue Kleidung und erhielt dann die Transformation durch „Inside Edition“, die ihm nicht nur einen neuen Haarschnitt verpassten, sondern auch seinen Bart abrasierten, um eine Gesichtsreinigung durchzuführen. Dies stellte sich als seine große Chance in seinem Leben heraus, denn er erhielt einen Job in einem Restaurant als Pianist und hatte damit die Gelegenheit wieder ein normales und sicheres Leben zu beginnen. Außerdem kontaktierte ihn auch sein Sohn Donny, der seine Lebensgeschichte im Fernsehen gesehen hatte und nach 15 Jahren konnten sie sich endlich wieder in die Arme schließen.
Der Absprung

Auch wenn es vielen Obdachlosen schwerfällt, den Absprung aus der Obdachlosigkeit zu schaffen, um wieder in ein geregeltes und normales Leben zu gelangen, ist es nicht ganz unmöglich. Doch es braucht dafür etwas Glück und auf jeden Fall Unterstützung von Außenstehenden. Gould ist nämlich kein Einzelfall. Wir möchten dir auch noch die Geschichte von Bobby vorstellen, der in New York als Obdachloser lebte. Er hatte auch schon einige Jahre auf der Straße verbracht, als er das Glück hatte eines Tages auf ein paar hilfreiche Polizisten zu stoßen, die ihm helfen wollten, seine schwierige Situation zu verbessern.
Mehr als eine helfende Hand

Die Polizisten redeten mit Bobby und dieser erzählte ihnen, dass er sich nichts sehnlicher wünsche als einen Haarschnitt und eine warme Dusche. Zwei Dinge, die er schon einige Jahre lang nicht mehr genießen konnte und für ihn wahren Luxus darstellten. Die Polizisten waren überrascht und wollten ihm etwas Gutes tun. So brachten sie ihn nicht nur in einen Friseursalon, wo er eine Rasur und einen neuen Haarschnitt erhielt, was ihn zu einer völlig neuen Person machte, sondern sie ermöglichten ihm auch die warme Dusche und schenkten ihm neue Kleidung. Sie gaben ihm damit einen Hoffnungsschimmer in seinem schwierigen Alltag.
Eine Rundum-Erneuerung

Die Geschichte von Bobby wurde bekannt, da die Polizisten seine Transformation von einem ungepflegten bärtigen und haarigen Obdachlosen zu einem gepflegten Normal-Bürger mit ihren Kameras dokumentierten und die ganze Geschichte und Vorher-Nachher Bilder auf Facebook posteten. Es ist beeindruckend, wie solch eine äußerliche Transformation und eine gute Tat, sowie eine große Tasche mit neuen Kleidern, die Bobby erhalten hatte, ihn verändert haben. Zuvor war er ernst und in sich zurückgezogen gewesen und plötzlich strahlte er bis über beide Ohren. Wir hoffen, dass seine Geschichte vielen anderen Menschen den Anstoß gibt, auch solch eine gute Tat zu vollbringen.
Vom Luxus-Salon auf die Straße

Ein inspirierter Mitbürger ist zum Beispiel Mike Bustos. Mike ist ein bekannter Haarstylist, der im „Three Squares Studio“ einem Luxussalon in New York arbeitet und dort die Schönen und Reichen stylt. Zu seinen Kunden gehören auch einige Promis. Dort kostet ein Haarschnitt über 150 Dollar und manche Dienstleistungen haben einen Preis von 800 Dollar. Trotz seiner luxuriösen Arbeit nimmt er sich die Zeit regelmäßig in New York auf die Straßen zu gehen und dort mit seinem Rasiermesser, Kamm und Schere vielen Obdachlosen, sowohl Männern als auch Frauen, kostenlos tolle Haarschnitte zu verpassen.
Eine helfende Hand und ein offenes Ohr

Obdachlose sind oft Menschen, die ein schweres Trauma erlitten haben, dazu zählen auch viele Kriegsveteranen, die nach dem Krieg nicht mehr in ein normales und gesichertes Leben zurückfinden und auf der Straße landen. Mike Bustos zum Beispiel bietet diesen Menschen nicht nur einen Haarschnitt, sondern auch ein offenes Ohr. Er setzt sie auf einen Holzhocker mitten auf der Straße zwischen Bowery und Rivington Street im Herzen von Manhattan und tut ihrem Aussehen etwas Gutes mit einem neuen Haarschnitt und ihrer Seele, indem er ihnen zuhört und hier und da ein freundliches und inspirierendes Wort für sie hat.
Die unterschiedlichsten Schicksalsschläge

Mike hört dabei unzählige erschütternde Geschichten. „Red“, wie einer der Obdachlosen genannt wird, der von Mike die Haare geschnitten bekam, erzählte ihm zum Beispiel, dass er für eine neue Stelle nach New York gekommen war, die er aber leider nicht antreten konnte und plötzlich ohne Nichts auf der Straße stand und er keine andere Möglichkeit sah, als auf der Straße zu bleiben. Als er jedoch dann auf der Straße lebte war es für ihn unmöglich eine neue Stelle zu finden und so war er in die Obdachlosigkeit abgerutscht. Red bat Mike zum Beispiel seine Haare komplett abzurasieren, da er nicht wusste, wann er wieder einmal einen Haarschnitt bekommen würde.
Der große Wandel

Mike Bustos wollte jedoch nicht nur einfach Haarschnitte verpassen, sondern er versuchte seinen „Kunden“ auf der Straße unter die Arme zu greifen. Er versuchte, so weit es ihm möglich war, sie umzugestalten und ihnen auch einfache Bitten, wie eine Rasur zu erfüllen. Die meisten Obdachlosen waren nicht nur selbst überrascht von ihrer Verwandlung, sondern auch die Leute, die zusahen, waren begeistert, wie ein einfacher Haarschnitt und eine helfende Hand diese Menschen äußerlich verwandelten und ihnen außerdem das Selbstvertrauen zurückgaben, das sie auf der Straße verloren hatten. Mike leistete damit eine wirklich inspirierende soziale Arbeit.
Der Vertrauensschub

Der Haarstylist wurde bekannt auf der Straße und er hatte in mehreren Jahren Arbeit unzähligen Obdachlosen nicht nur einen neuen Haarstyle verabreicht, sondern sie auch gut kennengelernt, da die meisten sehr gesprächig waren und ihm gerne ihre Lebensgeschichten erzählten. Einer dieser Männer, Jamal, war jedoch ganz anders. Er sagte kein Wort während Mike seine Haare schnitt und ihn rasierte. Als er jedoch die Verwandlung sah, als der Haarschnitt fertig war, war er begeistert und fing sogar zu reden an. Er fragte Mike, ob er nicht wisse, wo er eine Stelle finden könne, da er auf der Suche nach einem sicheren Arbeitsplatz war und durch sein neues Aussehen nun die Hoffnung hatte, endlich wieder eine Stelle zu finden.